![]() |
![]() |
|||||
|
|
::Praxis :: Tips und Tricks
Wenn Picco sich verteilen will...
Wohl dem, der in der aufgeräumten Bude fliegt. Der hat nämlich gute Chancen, die Kleinteile, die sich bei einem Crash lösen können, tatsächlich wieder zu finden. Wer allerdings draußen fliegt, wird möglicherweise ein gewisses Interesse für die Natur, insbesondere für die Biologie der Pflanzen und Kleintiere entwickeln, die ihm unweigerlich auf seiner Suche nach den Bestandteilen technischen Gerätes begegnen. Zwar wollen wir dieses Interesse nicht unterbinden. Dennoch gibt es einige Tricks, den Picco als ein "kleines Ganzes" wieder nach Hause zu bringen. Festbinden Es mag beinahe ein wenig albern klingen - aber einiges von dem, was nicht niet- und nagelfest ist, wird einfach festgebunden. Besonders verlustgefährdet sind all jene Teile des Piccolo, die aufgrund nicht zu vernachlässigender Fliehkraft mitunter mehrere Meter entfernt von der "Absturzstelle" niedergehen. Insbesondere gilt dies für einige Kleinteile des Rotorkopfes, namentlich die Steuerstangen für Hiller und die Kugellager. Die beiden Steuerstangen werden einfach mit gewöhnlichem Nähgarn zusammengebunden. Dadurch bleiben sie in der Regel - beide - entweder an der Taumelscheibe oder an den Paddelsteuerhebeln hängen. Und falls sich sich doch verselbstständigen, sollten sie - durch die Rotation um die gemeinsame Achse bedingt - zumindest in der Nähe des "Absturzortes" niedergehen. Signalfarben für den Nähgarn erleichtern hier die Suche. Beim Zusammenbinden genügen einige Schleifenknoten. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Verbindung zwischen den beiden Steuerstangen nicht übermäßig lang ausfällt - sie soll sich ja nicht in anderen Teilen verfangen. Für die beiden Kugellager empfiehlt sich eine etwas andere Methode: Sie werden mit etwas Kupfer-Litze zusammengelötet. Der Effekt ist vergleichbar: Entweder bleiben sie dann am Zentralstück oder im Rotorkopf hängen. Oder sie lösen sich; dann allerdings, werden sie - ebenfalls aufgrund der Rotation um die eigene Achse - nahe der Absturzstelle niedergehen. Als glitzernde Metallteile sollten sie dabei einigermaßen einfach zu finden sein. Ein Metall- und Leitungssuchgerät könnte hierbei einie Hilfe sein! Loslassen Manchmal allerdings ist es wichtig loszulassen. Der Akku als das mit Abstand schwerste Element des Piccolo entwickelt bei einem Aufprall auch die meiste Wucht. Er sollte daher so befestigt werden, dass er sich zwar im Flug nicht verschieben kann - im Fall eines Aufpralls aber möglichst wenig seiner Wucht auf den Piccolo überträgt. Nicht allzu streng sitzende Gummis eignen sich hierfür sehr gut. Auch mit Klettband wurden positive Erfahrungen gemeldet.
Wie die Trimmung Dich auffängt, wenn der Mut Dich verlässt...
Bevor es ans Eingemachte geht, noch ein kleiner Tip zur Einstellung der "Gas-"Trimmung: Das Piccoboard gleicht sich beim Einschalten automatisch ab. Damit wird die Stellung des Gashebels als "aus" gesetzt. Wenn Du nun fliegst und "beim ersten Anzeichen von Unsicherheit bitte landen" (Originalzitat aus der Anleitung von Ikarus) willst, reißt Du den Hebel auf Nullstellung, der Motor schaltet ab und der Pic folgt, wie Sir Isaac Newton allgemein beweisen konnte, einfach der Schwerkraft. Besser ist es, vor dem Einschalten des Piccoboards den Trimmschieber für den Gashebel ebenfalls auf "aus" zu stellen. Vor dem Start kann dann mit diesem Schieber die Drehzahl dann bis knapp unter die Abhebegrenze hochgeregelt werden. Wird dann im Flug wegen einer kurzen Panikattacke plötzlich das Gas ganz rausgenommen, fällt der Pic nicht, sondern er gleitet sanft zu Boden. Während dieser (kurzen) Phase sollte dann der Trimmschieber auch ganz zurückgenommen werden, damit durch den Antrieb nicht unnötig großer Schaden entsteht, wenn der Rotor schließlich den Boden berührt. Dieser Handgriff sollte geübt werden. |
|||||
|
© Gerald Thonigs 2005
|
||||||